Wärmespender Moxa-Kisterl
In früheren Blogartikeln habe ich schon erklärt, was moxen ist und wie man sich seine eigene Moxawolle selbst machen kann. Heute möchte ich euch mein heißgeliebtes Moxakisterl (Moxakasten) vorstellen.
Was ist das Moxa-Kisterl?
Das Moxakisterl ist eine der einfachsten und bequemsten Arten, sich selbst – auch ganz ohne Kenntnisse der Akupunkturpunkte – zu Hause zu moxen. In ein kleines Holzkästchen, das in der Größe variieren kann, wird Moxakraut gelegt und angezündet. Dieses glüht dann vor sich hin und erhitzt das Areal, über dem das Kisterl steht. Idealerweise ist das der Nieren- und Lendenbereich oder der Unterleib bei Frauen (z.B. bei Mensisbeschwerden).
Welche Arten von Moxakästen gibt es?
Das Kisterl gibt es in zwei unterschiedlichen Ausführungen: Eines, in das man loses Kraut legen kann und eines, in das man Moxa-Zigarren
stecken kann. Ersteres verursacht eine ziemliche Rauchentwicklung, ist
also nicht jedermanns Sache. Vor allem für Allergiker und Asthmatiker
ist der Rauch einfach zu viel. Deshalb ist die zweite Variante des
Kisterls so praktisch, denn hier kann man auch ganz einfach Moxakohle in
Zigarrenform verwenden. Diese hat fast keine Rauch- und Geruchsentwicklung
und ist somit viel besser verträglich. In der Intensität kommt sie zwar
nicht ganz an das lose Kraut heran, ist aber dennoch eine tolle
Alternative für den (Praxis)Alltag. Dazu am besten einfach eine
Moxakohle-Zigarre in der Mitte durchbrechen und die zwei Teile in die
dafür vorgesehenen Löcher im Moxakisterl stecken, anzünden und auf den
gewünschten Bereich stellen. Die halben Zigarren glühen zirka vierzig bis fünfzig Minuten, ideal für eine Anwendung.
Wozu verwendet man das Moxa-Kisterl?
Gerade in der kalten Jahreszeit ist es
wichtig, unsere Nierenenergie warm zu halten. Hier hilft das
Moxakisterl. Außerdem hilft es bei allen Kältesymptomen und wirkt aktivierend und stärkend auf das Immunsystem.
Was sind Kontraindikationen?
Bei Hitze im Körper wie Entzündungen, Fieber sollte jedoch nicht gemoxt werden. Und bei Kindern, Älteren, Menschen mit Diabetes und Schwangeren (außer bei ein paar bestimmten Ausnahmen) auch nicht.
Bitte besprich vor deiner ersten Moxa-Eigenanwendung mit einer Shiatsu-Praktikerin deines Vertrauens, ob Moxa wirklich für dich geeignet ist!
