Schörpfgläser auf dem Rücken eines Klienten von Manuela Kloibhofer bei Rückenschmerzen

Die Schröpftherapie

Die Schröpfherapie ist ein wunderbares Heilmittel aus der alten Hausapotheke zur Ausleitung von schädlichen äußeren Einflüssen aus dem Körper. Sie wurde nicht nur – wie oft angenommen – im fernen China angewendet, sondern war früher auch in Europa weit verbreitet. Noch unsere Großeltern und Urgroßeltern verwendeten die Schröpftherapie als praktisches, preisgünstiges und effektives Hausmittel gegen Leiden aller Art.

Wie wird’s gemacht?

Spezielle Schröpfköpfe werden auf das entsprechende Hautareal aufgesetzt und es wird ein Unterdruck erzeugt, wodurch sich die Gläser an der Haut festsaugen.

Entweder wird das Vakuum durch Anzünden eines Wattebausches in den Gläsern erzeugt, oder sie verfügen über ein Ventil und werden praktischerweise mit einer Pumpe festgesaugt.

Darüber hinaus gibt es auch einzelne Gläser mit einem aufgesetzten Gummiball zum Erzeugen des Vakuums – ideal für den Hausgebrauch. Zur Not funktioniert es aber auch mit einem Marmeladenglas, in dem man vor dem Ansetzen durch Anzünden den Unterdruck erzeugt.

Entweder werden die Schröpfgläser fest auf die Haut gesetzt oder mittels der sogenannten Schröpfkopfmassage über ein bestimmtes Körperareal (z.B. Rückenmuskulatur) gezogen.

Schröpfen bewegt Blut und Qi im Körper und unterstützt so die Ausleitung von schädlichen äußeren Einflüssen wie Wind, Kälte, Feuchtigkeit und Hitze.

Was bewirkt die Schröpftherapie genau?

Blutkreislauf

  • Reinigt das Blut
  • Steigert die Blutzirkulation – hilft so bei verhärteten Arterien und steifen Gelenken
  • Erhöht die Anzahl roter und weißer Blutkörperchen
  • Säure-Basenhaushalt: Blut wird neutral bis alkalisch

Haut

  • Verbessert die Funktion der Schweiß- und Talgdrüsen
  • Leitet Giftstoffe über die Haut aus
  • Fördert die Erneuerungsfähigkeit der Haut und ihre Widerstandskraft gegen schädliche äußere Einflüsse
  • Verbessert die Nährstoffzufuhr der Haut
  • Haut wirkt verjüngt und strahlender

Muskeln und Gelenke

  • Fördert die Durchblutung der Muskeln
  • Erleichtert Lymphabfluss
  • Lockert steife Gelenke
  • Lindert Rheuma

Bauch

  • Massiert die inneren Organe
  • Regt die Verdauungsfunktion an
  • Löst Verstopfung
  • Stärkt die Atemmuskulatur

Nervensystem

  • Lindert Schmerzen bei chronischen Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, steifen Nacken etc.

Weiteres

  • Stärkt Immunsystem
  • Leitet Erkältungen aus
Manuela Kloibhofer beim Schröpfen in ihrer Praxis in Ansfelden OÖ

Wann sollte nicht geschröpft werden?

  • Auf Sonnenbrand, Brandwunden und offenen Wunden
  • Während der Schwangerschaft
  • Während der Einnahme von blutverdünnenden Mitteln
  • Bei großer Erschöpfung

Weitere Methoden aus der Hausapotheke sind Moxen und Ingwerkompressen.

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