Brust- und Eierstockmassage – Hormonmassage für die Frau
Die Hormonmassage, oder Brust- und Eierstockmassage ist eine effektive Selbstmassage, mit deren Hilfe Frau ihre Hormone erfolgreich regulieren kann. Mit der einfachen Methode der Brust- und Eierstockmassage kannst du selbst etwas für deinen weiblichen Zyklus tun – und das auf ganz natürlichem Weg!
Anwendungsgebiete der Brust- und Eierstockmassage
Die Brust- und Eierstockmassage ist angebracht bei einem unregelmäßigen, schmerzhaften Zyklus, PMS, Wechselbeschwerden, allgemeinem hormonellen Ungleichgewicht, unerfülltem Kinderwunsch, Lustlosigkeit, emotionalen und seelischen Blockaden, Zysten, Myomen und anderen Beschwerden im Unterleib.
Sie stärkt das Kraftzentrum der Frau und hilft uns, wieder eine Verbindung zu unserer weiblichen Mitte herzustellen und uns wieder besser zu spüren.
Wie wirkt die Hormonmassage?
Bei dieser Selbstmassage werden Hormondrüsen in den Eierstöcken, die Milchdrüsen sowie der Nierenbereich angeregt. Außerdem werden bestimmte Reflexzonen und Meridianpunkte berührt, mit denen auch im Shiatsu gearbeitet wird.
Meridiane kann man sich als Leitbahnen im Körper vorstellen, die die Energie in unserem Körper verteilen. Leider kommt es immer wieder zu Stauungen oder Blockaden in diesen Leitsystemen und unsere Energie kann nicht mehr frei fließen. Die Folge sind Krankheit, Schmerz und emotionale sowie psychische Beschwerden. Die Brust- und Eierstockmassage hilft, die Energie wieder zum Fließen zu bringen.
Die Hormonmassage wirkt somit auf körperlicher (endokriner) sowie energetischer Ebene.
Wie wird die Selbstmassage gemacht?
Suche dir eine bequeme Sitzposition. Wenn du auf deiner nackten Haut massierst, nimm ein bisschen Öl und verreibe es auf deinen Handflächen. Schließe die Augen und lege deine Hände ganz locker auf deine Brüste. Dabei sollte die Mitte der Handfläche jeweils auf der Brustknospe liegen. Lass deine Brüste in deine Hände sinken und spüre in sie hinein. Lass den Atem ganz natürlich fließen und entspanne Schultern, Nacken und Kiefer. Nimm wahr, welche Gefühle und Empfindungen aus deinem Brustbereich aufsteigen.
Nun massiere beide Brüste gleichzeitig in einer Kreisbewegung sechsmal von innen nach außen. Lass deine Hände anschließend für sechs Atemzüge auf den Brüsten ruhen.
Wiederhole nun die kreisende Massage in der Gegenrichtung, also sechsmal von außen nach innen. Danach lass die Hände wieder für sechs Atemzüge ruhen. Der Vorgang wird einmal wiederholt. Während der Ruhepausen spüre wieder in deine Brüste hinein und nimm mögliche Änderungen im Empfinden wahr.
Stell dir vor, dass du die in deinen Brüsten erweckte Energie in deine Nieren und Nebennieren leitest, und gleite mit beiden Händen an deinem Körper entlang zur Höhe deiner Nieren am Rücken knapp unter dem Rippenbogen. Lass deine Hände auf den Nieren für sechs Atemzüge ruhen und spüre in sie hinein. Wie fühlen sie sich an? Sind wie warm, weich oder hart und kalt? Nimm wahr, wie Energie aus deinen Händen in deine Nieren fließt. Reibe jetzt die Nieren so lange, bis sie schön warm werden. Dann lass die Hände wieder ruhen und wiederhole das Reiben noch einmal. Die Energie und wohlige Wärme breiten sich nun auf den ganzen Körper aus, die Atmung wird entspannter und tiefer.
Lass deine Hände nun entlang des Körpers nach vorne zum Bauch gleiten, bis die horizontal liegenden Daumen sich an den Spitzen auf dem Bauchnabel berühren. Die Zeigefingerspitzen kommen ebenfalls zusammen, wodurch sich ein Dreieck zwischen Daumen und Zeigefingern bildet. Die restlichen Finger liegen entspannt am Bauch auf. Dort, wo die Zeigefinger zusammentreffen, liegt die Gebärmutter, und die Spitzen der kleinen Finger liegen jeweils auf der Höhe der Eierstöcke. Lass die Energie von deinen Brüsten, Nieren und Nebennieren in deine Eierstöcke und Gebärmutter fließen.
Massiere nun den Bereich der Eierstöcke in einer Kreisbewegung sechsmal von außen nach innen. Gleichzeitig stellst du dir vor, wie du mit geschlossenen Augen dieselbe Kreisbewegung von außen nach innen mitvollziehst. Diese Augenbewegung regt die Hypophyse an, die als Meisterdrüse das gesamte weibliche Hormongeschehen reguliert. Durch die gleichzeitigen Bewegungen werden Hypophyse und Eierstöcke aufeinander abgestimmt, es kommt zur Kommunikation und zum Austausch von oben und unten. Lass anschließend die Hände wieder in der Dreiecksposition zur Ruhe kommen und sende deinen Eierstöcken ein Lächeln. Dann kreise sechsmal von innen nach außen und nimm die geschlossenen Augen mit, die ebenfalls von innen nach außen kreisen. Nach einer weiteren Pause wiederhole den Ablauf ein zweites Mal. Nimm die entstandene Wärme, das Kribbeln oder Pulsieren in deinen Eierstöcken wahr.
Lege nun beide Hände auf deinen Unterbauch, dein weibliches Kraftzentrum, und sammle die freigesetzte Energie in deiner Gebärmutter. Spüre, wie sie sich mit jedem Atemzug mit Energie füllt und kräftiger wird.
Führe deine Hände nun zum Bauchnabel, der Anbindung zu deinen Ahninnen, deiner Herkunft. Massiere nun 36-mal in spiralförmigen Bewegungen gegen den Uhrzeigersinn um den Nabel herum. Die Kreise beginnen klein und werden immer größer, bis dein ganzer Bauchraum berührt wird. Wechsle anschließend die Richtung und massiere im Uhrzeigersinn spiralförmig 24-mal nach innen und immer kleiner werdend, bis deine Hände wieder über dem Nabel zum Ruhen kommen.
Lass zum Abschluss eine Hand zurück auf deine Gebärmutter gleiten, während die andere genau gegenüber am Rücken zum Liegen kommt. Du berührst nun dein Kraftzentrum, den Speicher deiner Lebensenergie. Spüre, wie zwischen deinen Händen ein Energieball entsteht. Nimm wahr, wie du bei dir selbst ankommst. Achte auf innere Bilder, Visionen oder Gefühle, die aus deinem Zentrum aufsteigen. Kommt nichts, bleib noch ein paar Atemzüge in der wohligen Entspannung. Nimm dir Zeit zum Nachspüren und langsamen Zurückkehren ins Tagesbewusstsein.[i]
[i] Text aus Manuela Kloibhofer: Frauenblut – Dein Ratgeber für die Menstruation. Herbig, 2021.
