Echter Steinsame Lithospermum officinale
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Echter Steinsame (Lithospermum officinale)

In Auwäldern und auf sonnigen Hängen wächst eine Pflanze, die heutzutage kaum noch jemand kennt: der Echte Steinsame. Mit seinen schmalen Blättern und unscheinbaren Blüten nimmt man ihn unter all den anderen Pflanzen meist gar nicht wahr. Und auch in der Heilkunde ist er so gut wie vergessen, obwohl er einst zu den „officinalen“ Kräutern gehörte, das heißt jenen, die über so eine besondere Heilwirkung verfügten, dass sie im Offizin, also der Apotheke verkauft wurden. Heutzutage findet man ihn jedoch kaum noch in Apotheken. Heute kommt die Fee des Ausgleichs zu uns, um uns an ihre vergessene Heilkraft zu erinnern.

Heilwirkung

In der Prämenopause rund um die Lebensmitte kommt es – bevor das Östrogen mit der Menopause tatsächlich abfällt – meist zu einem Progesteronmangel, der sich oft als typische PMS-Beschwerden wie Brustspannen, Wassereinlagerungen, Stimmungstiefs, verkürzte Zyklen, verstärkte Blutungen, etc. zeigt.  

Hier unterstützt uns der Steinsame mit seiner Wirkung auf die hormonelle Achse zwischen Hypophyse und Eierstöcke. Er wirkt vor allem antiöstrogen und fördert damit indirekt das Progesteron. Zudem zählt er zu den wirksamsten pflanzlichen Senkern des Prolaktinspiegels – ein Hormon, das häufig mit Zyklusstörungen, PMS und unerfülltem Kinderwunsch in Verbindung steht.

Die enthaltene Lithospermsäure hat darüber hinaus eine hemmende Wirkung auf bestimmte Hormone (LH und FSH), was vor allem bei zu häufiger und zu starker Menstruation ausgleichend wirkt.

Die kleinen, glatten, sehr harten Samen erinnern an winzige Kieselsteine und entsprechend der Signaturenlehre fand der Steinsame traditionell Anwendung bei Nierensteinen und -grieß.

Doch auch im Unterleib finden sich „Steine“ wie Myome und Zysten und es lohnt sich, ihn hier anzuwenden. Die enthaltene Kieselsäure bringt Strukturkraft bei sich entgleisenden Prozessen wie Myomen und stärkt Bindegewebe, Knochen, Haare und Zähne.

Magisches & Seelisches

Die Fee des Ausgleichs wirkt lindernd auf seelische Symptome, die mit einem hormonellen Ungleichgewicht einhergehen, wie Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen.

In einer Welt, die laut und schnell ist und in der wir uns leicht verlieren, schenkt uns das Rauhblattgewächs mit seinem kräftigen Stängel und den fein behaarten Blättern innere Struktur und Aufrichtung. Seine schmalen Blätter erscheinen auf den ersten Blick rau und trocken – doch wer genau hinsieht oder kostet, entdeckt ihre überraschende Saftigkeit. Die Fee des Ausgleichs vereint so scheinbare Gegensätze: Stärke und Sanftheit, Trockenheit und Reichhaltigkeit. Ebenso wirkt sie im menschlichen Körper: Sie dämpft ein Zuviel, harmonisiert hormonelle Überaktivität und bringt die Kräfte von Yin und Yang wieder in Einklang.

Haupteigenschaften

  • antiöstrogen
  • prolaktinsenkend
  • antigonadotrop (hemmend auf die Hypophysenhormone)
  • harntreibend
  • steinlösend
  • entzündungshemmend
  • adstringierend
  • bindegewebsstärkend
  • harmonisierend bei PMS

Anwendungsgebiete

Der Steinsame wird besonders bei erhöhtem Östrogen- und Prolaktinspiegel, bei Gelbkörperinsuffizienz, PMS-Beschwerden und Gelenksbeschwerden eingesetzt. Er unterstützt bei hormonellen Unruhezuständen, Zwischenblutungen, Dauerblutungen und kurzen Zyklen. Auch bei „Steinleiden“ wie Zysten, Myomen, Polypen und anderen Gewächsen sowie bei Nierensteinen und zur Ausleitung von Harnsäure findet er Anwendung.

Anwendungsbeschränkungen

Wegen der hormonellen Hemmwirkung nicht in der Schwangerschaft verwenden.

Segen der Fee des Ausgleichs

„Ich bringe dir inneres Gleichgewicht. Ich stärke, was gestärkt werden will und hemme, was ausgeufert ist.“

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